Projekt

Festivalsaison 2023

Fotografien aus meiner ersten Festivalsaison 2023 in der Schweiz, die die Events, Menschen und die Atmosphäre dokumentieren, die mir auf meinem Weg begegnet sind.

Typ
Gallery
Ort
Schweiz
Projekt
2023
Veröffentlicht
12. August 2026

Eigentlich muss ich bis ins Jahr 2022 zurückgehen, um zu erzählen, wie meine Karriere als Festivalfotograf ein Jahr später ihren Anfang nahm.

Wenn ich ehrlich bin, könnten wir sogar noch weiter in der Zeit zurückgehen, aber ich möchte die Geduld niemandes überstrapazieren! Also, was ist 2022 passiert?

Nachdem wir die Fesseln der Corona-Lockdowns endlich abgeschüttelt hatten, beschlossen wir kurzerhand, ein Openair-Festival in Walenstadt zu besuchen. Alles war perfekt für ein gutes Wochenende: eine wunderschöne Location, gute Musik, eine tolle Stimmung und ein bisschen Regen, der uns zum Glück nicht weiter störte. Es war wahrscheinlich eines der besten Festivals, die ich bis dahin erlebt hatte, und so war für uns schnell klar, dass wir im folgenden Jahr wiederkommen würden.

Damals absolvierte ich gerade meine Fotoausbildung in Budapest, und in meinem Kopf schwirrten unzählige Ideen und mögliche Fotoprojekte herum. Da ich schon immer die Atmosphäre, das Umfeld und die Erlebnisse rund um Festivals geliebt hatte, lag es für mich nahe, mich in Richtung Festivalfotografie zu spezialisieren. Also kontaktierte ich den Veranstalter und fragte, ob ich eine professionelle Kamera mitbringen und fotografieren dürfte. Zu meiner Überraschung bekam ich sehr schnell eine herzliche Antwort: Sie erlaubten es mir nicht nur, sondern wollten die Bilder sogar selbst verwenden. Damit bekam meine Karriere gleich zu Beginn einen riesigen Schub, wofür ich bis heute dankbar bin. Und ganz nebenbei besteht unsere Zusammenarbeit auch drei Jahre später noch.

Die ersten Male fühlten sich etwas seltsam an. Bis dahin war ich immer nur zum Feiern an solchen Orten gewesen, und plötzlich musste ich mich an den Gedanken gewöhnen, dass ich eigentlich zum Arbeiten da war. Natürlich wollte ich die Zeit dort weiterhin geniessen, gleichzeitig musste ich aber ständig meine Umgebung im Blick behalten und darauf achten, was um mich herum passierte.

Ich gewöhnte mich ziemlich schnell daran. In jenem Sommer fotografierte ich nicht nur die drei ursprünglich vereinbarten Events, sondern bekam zusätzlich die Möglichkeit, zwei Tage am Züri Fäscht zu fotografieren.

Damals steckte noch kein grösserer Plan dahinter. Ich fotografierte die Bühnen und die Menschenmengen, aber genauso meine Freunde, fremde Menschen, kleine Momente im Hintergrund und eigentlich alles, was meine Aufmerksamkeit erregte.

Diese Galerie ist eine Auswahl von Fotografien aus meiner ersten Festivalsaison im Jahr 2023.

Hinter der Kamera

Dávid Hosszú

Monochromes Studio-Porträt eines Mannes mit Bart und zum Dutt gebundenem Haar vor schlichtem Hintergrund, der nach unten blickt.

Langzeitprojekte betrachte ich als offene Studien zu Identität, Ort und menschlicher Erfahrung. Mich interessieren die Muster, die wir teilen, und die Details, die uns einzigartig machen, die Art und Weise, wie Mimik, Haltung, Umgebung und Bewegung Teile unserer Geschichten erzählen.

Meine Arbeit verbindet Beobachtung, technisches Experimentieren und ein echtes Interesse an den Menschen und Kontexten, die ich fotografiere. Ob ich Porträts mache oder mich der Welt um mich herum widme, ich versuche, Bilder zu schaffen, die sowohl ästhetisch raffiniert als auch mit einfachen Fragen verbunden sind, die komplexe Antworten bergen: Woher kommen wir? Wie formen wir uns gegenseitig? Und welche Spuren hinterlassen wir?

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