Monochrome studio portrait of a man with a beard and hair tied in a bun, looking downward against a plain background.

Dávid Hosszú

Ich bin ein Fotograf in der Schweiz. Bei meinen Arbeiten konzentriere ich mich hauptsächlich auf Porträts und Events. In meinen persönlichen, längerfristigen Projekten liegt mir die Porträtfotografie und die Darstellung des Menschen am meisten am Herzen. Mich beschäftigen Themen wie die Identitätssuche, das Verhältnis zwischen Mensch und Umwelt sowie komplexe, in der Vergangenheit verwurzelte menschliche Beziehungen, die über Zeit und Generationen hinwegreichen. Als Fotograf experimentiere ich zudem viel mit analogen Techniken, von einfachen Point-and-Shoot-Kameras über das Mittelformat bis hin zu 4x5-Großformat-Planfilmen.

01 · Person

Nicht nur der Fotograf

Ich bin nicht mit dem Wunsch aufgewachsen, Fotograf zu werden. Ich habe viel gezeichnet, dann Bauwesen studiert und gelernt, in Linien und Plänen zu denken, bevor eine Kamera, die mir mein Bruder schenkte, mein Leben langsam in eine andere Richtung lenkte. 

Die Fotografie begleitete mich von Ungarn in die Schweiz, dann über Ländergrenzen hinweg zurück an die Schule und führte mich schließlich zur Porträtfotografie. Irgendwo auf diesem Weg wurde es zu mehr als nur dem Machen von Bildern. Es wurde zu einem Weg, mich mit Menschen zu verbinden, Selbstvertrauen zu gewinnen und meine eigene Stimme zu finden.

02 · Fakten

Biografie

Geboren
1992 · Ungarn
Wohnhaft
Schweiz · seit 2015
Ausbildung
Berufsausbildung im Bauwesen · 2013
Fotografie
Berufsabschluss Fotografie · 2022
Arbeitssprachen
Ungarisch · Englisch · Deutsch

04 · Fotografieren

Wie ich arbeite


Planning

Here is how I plan our photoshoot to make sure the final results are exactly what you dreamed of.

Planning is a massive part of my job because I like to show up to every single shoot with a crystal-clear vision. First, I need to fully understand the task at hand. I always check out the location beforehand and ask the model for a few reference photos or just simple, unfiltered selfies. I also love to see their previous photos and check what kind of vibe they usually like to share on social media.

Of course, our initial chat, your ideas, and your preferences are my main guidelines when planning our time together. This preparation phase is all about creating mood boards and picking the right gear. It also gives me time to source any new tools or accessories we might need, making sure absolutely nothing gets left behind on the big day.

Listening before directing

Our work together doesn’t start with clicking the shutter. It starts with me and you, finding our shared rhythm.

For me, a photoshoot never starts with just pulling out the camera and snapping away. I like to take a moment to settle in, connect with the space, and feel the vibe. When it comes to portraits, having a little chat first is essential. It’s not just about shaking off those initial nerves; it’s about showing up as a human being. Getting to know someone on a personal level is completely different from hiding behind a lens and shouting directions. That first impression is everything. It creates an energy I can always lean back on if I ever get too caught up in the technical side of things during a long shoot.

Where Plans Meet the Moment

A script is a solid starting point, a reliable plan. The real excitement begins when the moment rewrites everything.

Plans provide a great foundation, but it would be a mistake not to embrace spontaneous opportunities during a shoot. We never copy reference photos; they are just a starting point and must be tailored to you so that every movement feels completely natural.

I have a proven trick for this: I always describe the direction I imagined in words first, and only show the visual reference as a last resort. When it comes to spontaneous movements, I look for those tiny gestures and little imperfections. They might not make a pose textbook-perfect, but in return, they make the image unique, genuine, and instantly recognizable.

The Final Touch

The photograph may be captured in a moment, but its final form takes shape at the desk, long after the shutter closes.

In modern photography, images often take their final form at the desk. Mine are no different.

During post-production, I carefully select and refine the photographs that will become part of a larger, cohesive series. This is where the planning comes back into the picture, together with the memory of everything that happened in front of the camera. 

My aim is to make the images as honest and visually compelling as possible without creating a new reality. I want to enhance what was already there, rather than replace it.

05 · Projektphilosophie

Längere Projekte

Ein Teil meiner Arbeit besteht aus Auftragsfotografie, während der andere Teil aus meinen eigenen autonomen Ideen gebildet wird. Obwohl ich es für wichtig halte, beide Bereiche zu präsentieren, möchte ich hier ein wenig über meine autonomen Projekte sprechen, da ich bei ihnen eine völlig andere Philosophie verfolge als bei Auftragsarbeiten oder kurzen, einmaligen Aufnahmen

.Autonome Projekte sind von ihrer Natur aus tief persönlich. Mich beschäftigen meistens die zeit und raumübergreifenden menschlichen Beziehungen, das Verhältnis zwischen Mensch und Umwelt, die Identitätssuche oder eben die Fragen der Vergänglichkeit und der Spuren, die wir hinterlassen. Diese Themen berühren mich nicht nur als Fotograf, sondern auch als Mensch, ich habe eine Meinung dazu und verbinde mich persönlich mit ihnen. Aus diesem Grund sind diese Serien nicht bloß ein Album mit perfekten Fotos, die in anderthalb Stunden aufgenommen wurden, und auch die technische Umsetzung der Bilder interpretiert die Industriestandards frei.

Gleichzeitig lege ich bei der Planung eines Projekts einen strengen technischen Rahmen fest. Dies dient nicht einer idealisierten Darstellung, sondern sorgt vielmehr für ein konsistentes Erscheinungsbild und eine zum Thema passende visuelle Welt. Wenn das Projekt jedoch erst einmal läuft, weiche ich nur sehr schwer von diesen Regeln ab. Ich habe das Gefühl, dass ich in diesem Bereich noch viel Raum für Entwicklung habe. Ich muss lernen, bei langfristigen Arbeiten Details mutiger und spontaner zu verändern, ohne dass das grundlegende visuelle Konzept des Projekts auseinanderfällt. Schau später wieder vorbei und verfolge meine Arbeit, um zu sehen, ob es mir gelungen ist, mich darin zu verbessern!

Die längeren Projekte findest du im Projektarchiv.

Portrait, entstanden während des Camino-Projekts.
Besucher zwischen der Architektur auf dem Dach des Mailänder Doms.

06 · Darüber hinaus

Andere Dinge, die ich gerne mache

Abseits der Fotografie interessiere ich mich für viele andere Dinge, die vielleicht auch deine Neugier wecken könnten. Wie ich bereits erwähnt habe, habe ich diese Webseite selbst gebaut. Webentwicklung und Programmierung sind für mich in den letzten Jahren immer spannender geworden, da es in dieser Welt praktisch nichts Unmögliches gibt und nur unsere eigene Vorstellungskraft dem Grenzen setzt, was wir erschaffen können.

Ich habe zum Beispiel die Webanwendung Spot Sketch entwickelt, die ein praktisches Dokumentationswerkzeug für analoge Fotografen ist, insbesondere bei der Verwendung von Großformattechnik und einem Spotbelichtungsmesser. Die Messergebnisse können auf einem Referenzfoto platziert werden, und durch das Verschieben der Werte im Zonensystem von Ansel Adams schlägt die Anwendung auch Belichtungseinstellungen vor. Neben den Messdaten können auch Informationen zur Kamera, zum Objektiv oder zum Filmtyp sowie Notizen in einem finalen Dokument erfasst werden. Auf den ersten Blick mag das wie ein Detail erscheinen, aber in der analogen Fotografie, in der Exif und Metadaten nicht automatisch gespeichert werden, ist es eine riesige Hilfe, dass alle wichtigen Informationen in einer einzigen, leicht katalogisierbaren und ausdruckbaren Datei gespeichert werden. Zudem kannst du das Referenzfoto später ganz einfach durch dein gescanntes, fertiges Bild ersetzen.

Auf der Journal Seite findet der in mir wohnende Wunsch zu publizieren seinen Weg nach draußen. Hier sammle ich meine Gedanken, Wissenswertes und Kurioses aus den Bereichen Fotografie, Kunst und Technologie, oder ich stelle euch hier andere inspirierende Künstler vor.

Der Umweltschutz ist ebenfalls ein prägender Teil meines Lebens. Wir haben früher einen Podcast zu diesem Thema gestartet, mussten aber feststellen, dass wir zu zweit für eine so große Aufgabe zu wenig waren. Aus diesem Grund pausiert diese Initiative derzeit, aber mein langfristiges Ziel ist es, eine Mediengemeinschaft zu organisieren, die verlässliche und geprüfte Informationen über die Zusammenhänge zwischen unserem Lebensstil und dem Zustand des Planeten liefert. Ich möchte, dass diese Plattform dazu beiträgt, die vielen Missverständnisse auszuräumen, die umweltpolitische Maßnahmen umgeben.

Mit dem Thema Umweltbewusstsein und dem Schutz unseres Planeten ist auch mein Projekt namens Planet Resonance lose verbunden. Dies wird ein Kanal für Umweltgeräusche und -videos sein, der hochwertige Audioaufnahmen für Meditation, Arbeit oder Schlaf bietet – aufgenommen in der Natur und der akustisch extrem reichen Welt um uns herum. Ich hoffe, dieses Projekt in den letzten Monaten des Jahres 2026 oder in der ersten Hälfte des Jahres 2027 der Öffentlichkeit vorstellen zu können.

Interessierst du dich für eines dieser Projekte? Möchtest du den Prozess sehen oder an einem davon teilnehmen? Du kannst mir gerne eine Nachricht senden, den Kanal abonnieren oder meine Arbeit verfolgen, um zu sehen, woran ich als Nächstes arbeite!

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